
Mittlerweile müssen alle Bundesländer für Kindertageseinrichtungen ein Erziehungs- und Bildungsprogramm vorweisen. Auf diese Weise soll die Arbeit in diesen Einrichtungen verbessert werden. Für alle Einrichtungen gibt es gewisse Richtlinien für die pädagogische Arbeit. Diese werden als Bildungspläne bezeichnet. In den Bildungsplänen werden Fachkräfte als Vermittler von Bildungskonzepten angesehen. Dieser Auftrag verlangt eine systematische Beobachtung, Vorbereitung der Kinder und Dokumentaktion aller Gespräche mit den Eltern. Bildungspläne zeichnet in erster Linie die Einteilung der Bildungsprozesse in einzelne Bereiche aus. Ihre Funktion besteht darin, Qualitätsstandards, die für einen pädagogischen Alltag verbindlich sind, zu gestalten und festzulegen. Dabei ist es notwendig Bildungsprozesse zu begreifen und zu unterstützen.
Nur auf der Grundlage von einem pädagogischen Konzept kann dies erfolgen. Einige von diesen Bildungsplänen sind auf Kleinkinder im Alter von drei bis sechs Jahren beschränkt, andere sind nur für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren gedacht. Es gibt auch Bildungspläne, die einen Zeitraum von Geburt bis 12 Jahren decken. Doch ein Bildungsplan ist kein Lehrplan. In einem Bildungsplan wird beschrieben, wie die rechtlichen Vorgaben am besten praktisch umgesetzt werden können. Sie dienen den Fachkräften und Pflegepersonen zur Orientierung. Durch die Rückbindung an Verordnungen und Gesetze, ergibt sich eine gewisse Verbindlichkeit. Von den Ministerien, die zuständig dafür sind, wurden mit Trägerverbänden in einigen Bundesländern auch Vereinbarungen geschlossen. Diese verpflichten die Sicherstellung der Umsetzung von Bildungsplänen in Kindertageseinrichtungen.
In den einzelnen Bundesländern haben die Bildungspläne fast denselben Inhalt. Als Erstes werden Leitgedanken formuliert: die Bedeutung von Spielen und Lernen, das Bildungsverständnis. Dann werden die Ziele der Bildung und Erziehung beschrieben. Der Hauptteil von einem Bildungsplan besteht aus der Präsentation von verschiedenen Erziehungs- und Bildungsbereichen, bzw. die Erfahrungs- und Lernfelder. Weiter wird auch auf die Teilhabe der Kinder, die Integration von behinderten Kindern oder Kindern mit einem Migrationshintergrund und die Zusammenarbeit mit den Eltern eingegangen. Die Anforderungen an die Fachkräfte befinden sich in dem letzten Teil von einem Bildungsplan.
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